Der Tourenplaner von singletrails.com zeigt sich seit kurzem im neuen Gewand. Die Funktionen zur Routenplanung wurden neu sortiert und jetzt gut erreichbar in einer Toolbox platziert. Unter anderem findet ihr jetzt:

  • Länge, Auf- und Abstieg der bislang geplanten Tour
  • Undo und Redo für jede Änderung eurer Tourenplanung
  • Speichern und Öffnen von Touren (kostenlose Anmeldung erforderlich)
  • Übersicht über die Straßen- und Wegbeschaffenheit

Eine Einführung in die Tourenplanung findet ihr im verlinkten Youtube-Video

Radwege auf Bahntrassen sind für viele der Inbegriff des entspannten Radfahrens. Abgesehen von kleinen Unannehmlichkeiten, wie Hindernisse und Poller an Straßenquerungen, bieten sie meist eine fantastische Kombination von Verkehrsarmut, Landschaftserlebnis, mässigen Steigungen und sanft geschwungener Streckenführung. Umso erfreulicher ist es, dass in letzter Zeit immer mehr Strecken für Radfahrer ausgebaut und zum Teil mit hervorragendem Belag versehen werden.

Um diese Strecken gezielt in Routenplanungen aufnehmen zu können werden sie auf den Kartenansichten von singletrails.com besonders hervorgehoben. Auch wenn die Seite derzeit noch im Aufbau ist kannst du das Ergebnis bereits am Karten-Prototyp anschauen. In der Ebenenauswahl (oben rechts) musst du dazu die Ebene „abandoned railways“ aktivieren.

Darstellung von Radwegen auf Bahntrassen

Für den Zustand der Wege auf Radtrassen habe ich folgende vier Linientypen verwendet.

Asphaltiert und harter Untergrund (rennradtauglich)

Der Weg ist als asphaltiert oder mit sonstigem harten Untergrund erfasst. Zu letzterem zählen im Prinzip auch Pflastersteine oder Zementplatten. Die Erfahrung zeigt aber dass solche sehr selten auf alten Bahntrassen anzutreffen sind, so dass ich darauf verzichtet habe dafür eine gesonderte Darstellung einzuführen. Der Weg sollte also problemlos mit dem Rennrad befahrbar sein.

Schotter und verdichteter     Untergrund    (gravel bike)

Hier solltest du mit einem Crosser oder Gravelbike keine Probleme haben. Für Rennrad ist er weniger geeignet.

Weicher und sonstiger Untergrund

Hier kann dir alles begegnen: loser Untergrund, Gras oder Sand. Es sind aber auch diejenigen Wege so dargestellt  bei denen schlichtweg keine Angabe vorhanden ist. Die sichere Wahl ist auf jeden Fall das MTB.

Ehemaliger Trassenverlauf   (ohne Weg)

An dieser Stelle verläuft kein Weg und kein Pfad. Da ich bei Lücken in angezeigten Routen automatisch nachschaue ob es vielleicht doch noch ein Stück Radweg existiert, bei dem nur die Kennzeichnung vergessen wurde, stelle ich auch hier den ehemaligen Trassenverlauf dar. Interessanterweise wird so auch deutlich wie viele unerschlossene Wege noch im Verborgenen schlummern.

 

Auf der Karte sieht das am Beispiel der Umgebung von Mansfield wie folgt aus:

Abandoned railroad

 

Kennzeichnung in OpenStreetMap

Die Darstellung basiert auf den in OpenStreetMap hinterlegten Informationen. In einem früheren Post habe ich kurz erläutert wie man diese Informationen anzeigen und aktualisieren kann.

Generell sind Bahntrassen sind über das Attribut railway gekennzeichnet. Aufgelassene Bahnstrecken sind dabei entweder über die Werte „abandoned“ oder „disused“ gekennzeichnet. Der Unterschied ist dass bei „abandoned“ die Gleisanlagen bereits entfernt wurden, während diese bei „disused“ noch vorhanden sind.

Damit eine solche Trasse als radfahrtauglicher Weg gelten kann muss das Attribut highway  einen passenden Wert enthalten (z. B. „cycleway“, „path“ oder „service“). Bei solchen Wegtypen, bei denen man nicht davon ausgehen kann dass das Radfahren erlaubt ist (z. B. „footway“, „bridleway“), muss weiterhin die Erlaubnis über das Attribut bicycle explizit gesetzt sein, typischerweise über einen der Werte „yes“ oder „designated“.

Ob ein Weg rennradtauglich ist oder er sich für einen anderen Radtyp eignet liefert das Attribut surface. Mit smoothness bietet OpenStreetMap grundsätzlich eine weitere Möglichkeit die Oberflächenbeschaffenheit weiter in „excellent“, „good“, „bad“ etc. zu unterscheiden. Allerdings sind die Angaben hier derart spärlich, dass ich darauf verzichtet habe eine weitere Unterscheidung einzuführen.